Für den Titel kommen einige Teams infrage
Fußball-Kreisliga B Ahr Bad Bodendorf, SG Ahrtal, SG
Franken stapeln tief - Kripp gilt als Geheimfavorit
Kreisgebiet. Nur 13 Mannschaften spielen in der am
Samstag beginnenden Saison um den Aufstieg aus der Fußball-Kreisliga B Ahr ins
Kreisliga-Oberhaus. Mit dem SC Bad Bodendorf hat einer der heißesten
Titelanwärter am Wochenende gleich einmal spielfrei. „Sicherlich haben wir
Ambitionen, um oben mitzuspielen. Wir gehören dazu, aber es gibt keinen
Automatismus“, sagt Bad Bodendorfs Trainer Rainer Bell, der die Favoritenrolle
nur zu gern an die SG Ahrtal weiterschiebt. „Die sind gestärkt und dort ist Ruhe
eingekehrt.“
Mit Trainer Martin Hintemann nimmt jene SG Ahrtal einen
neuen Anlauf in Richtung Titel. „Wenn wir im oberen Drittel auftauchen, ist das
schon in Ordnung“, stapelt aber auch Hintemann tief: „Noch ist das
Leistungsverhältnis nicht einzuschätzen.“ Zum breiten Feld der Anwärter zählen
auch die SG Oberahrtal und die SG Franken/Königsfeld/Waldorf. Der VfR
Waldorf schloss sich der SG an. „Das ändert aber nichts an der Stärker der
ersten Mannschaft. Aber wir haben jetzt noch einen Hartplatz mehr zur Verfügung,
der in gutem Zustand ist“, sagt Coach René Gratzki: „Ich werde niemanden
verklagen, der uns zum Favoriten macht, aber wir wollen bescheiden bleiben.“
Bescheiden tritt auch Walter Porz auf. Der Trainer der SG
Oberahrtal muss zunächst auf Torjäger Sebastian Sesterheim verzichten. „Wir
haben keine Chance, aber vielleicht können wir diese ja nutzen.“ Zum
Saisonauftakt verspricht er den Fans noch eine namhafte Überraschung in Reihen
seines Teams.
Eine Überraschung wäre es sicher, wenn die SG Ahrweiler/Bad
Neuenahr II ganz vorn auftauchen würde. Trainer Andreas Koch spielte früher
selbst beim SC 07 Bad Neuenahr. Nun zog es ihn von Rot-Weiß Merl zurück in die
Kreisstadt. „Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange nachdenken. Es geht
darum, früh die Klasse zu sichern“, sagt Koch, der seine Hoffnungen auf Spieler
wie Schlussmann Markus Becker, Mathias Tempel, Tim Surges und Gianfranco di
Francesco setzt.
Als SV Blau-Gelb Dernau firmiert das Team von der Ahr
mit Trainer Olaf Fuchs in diesem Jahr alleine. Nach Kreuzberg hat auch der SV
Mayschoß aus der einstigen Spielgemeinschaft zurückgezogen. „Wir haben uns keine
Ziele gesetzt, denn wir wissen selbst nicht, was uns mit unserem begrenzten
Kader erwartet“, so Fuchs. Vier Spieler zog es zum SV Mayschoss, darunter auch
Torjäger Daniel Görres. „Wir haben keine Köpfe mehr, wir müssen als Mannschaft
funktionieren“, sagt Fuchs.
Bei der DJK Müllenbach hat Trainer Dietmar Zimmer das
Team mit Lukas Schomisch und Fabian Merten verstärkt. Ein einstelliger
Tabellenplatz soll für die DJK auch in diesem Jahr herausspringen. Große Sprünge
sind von der FSG Bengen/Lantershofen/Birresdorf II ebenfalls nicht zu
erwarten. „Einen guten Mittelfeldplatz“ strebt Trainer Jan Riedl an. „Nur ungern
würde ich wieder gegen den Abstieg spielen.“ Mit der nötigen Unterstützung von
der ersten Mannschaft sollte sich die FSG sich schnell platzieren.
Gleiches gilt für den SV Remagen II. Trainer Udo
Hartzheim konnte zum Auftakt gleich sieben Neue begrüßen, darunter auch Norman
Tischendorf und Jens Birkelbach von der ersten Mannschaft. Den umgekehrten Weg
hingegen wagt Andreas Nowak.
Den Gang in die B-Klasse mussten der TuS Oberwinter II
und der SC Rhein-Ahr Sinzig antreten. Die Ziele der beiden könnten aber kaum
unterschiedlicher sein. „Eine Mannschaft wie Oberwinter II gehört in die
A-Klasse“, sagt Frank Noack, der das Amt mit viel Elan übernommen hat: „Wer mich
kennt, der weiß, dass es eine harte Vorbereitung war. Ich wäre doch ein
schlechter Trainer, wenn ich nur Fünfter werden wollte.“ Platz fünf würde der
SC Sinzig nur zu gern annehmen. „Bei uns ist Ruhe und Harmonie
eingekehrt. Mit einer jungen Mannschaft streben wir ins Mittelfeld“, so Sven
Pörzgen, der zweite Vorsitzende: „Wir wollen nicht auf Dauer in der B-Klasse
bleiben, aber wir setzen das Team nicht unter Druck.“
Druck verspüren auch die Aufsteiger SV Kripp und SG
Bad Breisig II nicht. Kripp zählt mit Spielertrainer Oliver Küster sogar zu
den Geheimfavoriten auf den Titel. Bad Breisigs Spielertrainer Christian
Schmidgen plant mit der Rheinlandliga-Reserve weiter die Zukunft: „Es ist
angedacht, die zweite Mannschaft bis in die A-Klasse zu bringen. Nach zwei
Aufstiegen müssen wir jetzt aber nicht ein drittes Mal aufsteigen. Da lasse ich
mich auch nicht aus der Reserve locken“, lacht Schmidgen. Mit Asker Mogulkoc und
Christian Ernst verfügt Schmidgen über reichlich Erfahrung im Kader.
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